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Mondfische (Molidae)

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Fotos von Mondfischen (Molas)

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Grössenvergleich Mondfisch und Mensch
 

Mondfische gehören zu den Tetraodontiformes und sind mit den Kugelfischen, Drückerfischen, Kofferfischen und Igelfischen verwandt.
Die Familie der Mondfische (Molidae) enthält 6 Arten: Mola mola (Ozean Mondfisch, mola = lat. Mühlstein), Masturus lanceolatus und Ranzania laevis, Mola ramsayi (südl. Mondfisch), Amblypharyngodon atkinsonii und Amblypharyngodon mola (Bengalische Schwarzpunktbarbe), wobei die Mola Molas die am weitesten verbreitete Art ist.

Der Mondfisch ist der grösste Knochenfisch auf der Erde (Walhaie sind Knorpelfische) mit über 3 Metern Länge und über 2 Tonnen Gewicht (siehe Grössenvergleich mit dem Menschen)

Mondfische
(Molidae)

Mola Mola Mondfisch - Sunfish

Mola mola (Ozean Mondfisch)

 

Merkmale

Durch ihre charakteristische Körpergestalt sind Mondfische unverwechselbar. Ihr Aussehen ruft immer wieder Erstaunen hervor, denn die Schwanzflosse scheint völlig zu fehlen, der übrige scheibenförmige Körper ist sehr gross aber Augen und Mund wiederum recht klein. Ein deutscher Namen ist deshalb auch "Schwimmender Kopf". Die Kiemenöffnung ist verhältnismässig klein und gleich dahinter liegen die kleinen Brustflossen. Eine einzige grosse Rücken- und Afterflosse stehen sich gegenüber. Die Haut eines ausgewachsenen Tieres ist bis zu 15 cm dick, schuppenlos und sehr rauh. Mondfische sind grau bis bläulich gefärbt. Keine Schwimblase.

Vorkommen und Verbreitung

Mondfische sind in allen tropischen und gemäßigten Meeren beheimatet und bevorzugen die offene See. Man nimmt an, dass sie in einer Tiefe bis zu 1000 Metern leben, normalerweise jedoch so um die 300m Tiefe. In einigen Gegenden nimmt sein Bestand allerdings stetig ab, denn er landet als Beifang in den grossen Driftnetzen der Fischer.

Masturus lanceolatus (Sharp-tailed mola = übersetzt als Spitzschwanz Mola / Mondfisch) Ranzania laevis (Slender mola = übersetzt als schlanke Mola / Mondfisch)

Detail Mund mit zusammengewachsenen Knochenplatten des Igelfisches (Verwandter der Mondfische)

Detail: ozeanischer Mondfisch wird von Wimpelfisch von Parasiten befreit

 

Biologie

Der Mondfisch produziert eine sehr grosse Menge Eier - 300 Millionen wurden im Eierstock eines Weibchens gezählt. Diese Eier sind nur 2 bis 3 mm gross. Die Larven sind mit nagelartigen Spitzen bedeckt. Diese Spitzen entwickeln sich im Laufe des Larvenstadiums zurück und auch der Schwanz verschwindet und der Körper flacht sich ab.

Der Mondfisch ernährt sich von allem Quallen und Salpen aber auch Tintenfische, Teile von Schlangensternen, Krebse und Larven von Tiefsee-Aalen wurden im Magen von Mondfischen gefunden. Man vermutet, dass sie sowohl in grösseren Tiefen als auch an der Oberfläche unter Kelp-Flossen nach Beute suchen.

Sie besitzen ein sehr kleines Maul welches sie nicht schliessen können. Vier ihrer Zähne sind zu Knochenplatten zusammengewachsen (der Name der Ordnung "Tetraodontiformes" bezieht sich auf diese Charakteristik) und bilden eine Art Schnabel. Der Mondfisch kann Wasser einsaugen und ausspucken und so seine Beute verkleineren, damit er sie verschlucken kann. Im Schlund wachsen weitere krallenartige Zähne, die dabei helfen.

Mondfische bewegen sich ähnlich wie Drückerfische, indem sie die Rücken- und Bauchflossen gleichzeitig gegen rechts und dann gegen links bewegen.

Mondfische sind mit vielen verschiedenen Parasiten befallen, es wurden bis zu 50 verschiedene Arten gezählt. Um sich von diesen zu befreien lassen sich oft an der Wasseroberfläche treiben und halten ihre Rückenflosse weit über die Oberfläche hinaus. In dieser Putzerstellung können Möwen die Parasiten von der Haut picken. Scheinbar können Mondfische durch spucken auch lästige Möven vertreiben, wenn diese sie mehr belästigen als putzen.

In Bali werden die Mondfische entweder von Wimpelfischen (Heniochus diphreutes) oder von Falter- und Kaiserfischen geputzt. Zu diesem Zweck schwimmen die Mondfische sehr nahe ans Riff heran. Kommt ein Mondfisch in Riffnähe, so steigt eine ganze Gruppe von Wimpel- und Kaiserfischen auf und schwimmt rund um den riesigen Fisch herum. Die Kaiser- und Wimpelfische picken Parasiten von der Haut dieser Fische und ernähren sich von ihnen (siehe Fotos unten). Dies ist ein guter Moment, um diese Grossfische zu beobachten, da sie nahe ans Riff herankommen und längere Zeit am gleichen Ort verharren.

 

 

Namen: sunfish (englisch), Manbow oder Manbo (Japan), Poisson lune (Frankreich), Putol (Philippinen - Visaya für abgeschnitten), Toppled car fish (Taiwan), Bezador oder Pez luna (Spanien), Makua (Hawaii).

Fotos von Mondfischen (Fotosammlung mit mehr) Kleinbilder zum Vergrössern

ozeanischer Mondfisch - Mola mola

 

ozeanischer Mondfisch wird von einem Wimpelfischen von Parasiten gereinigt - Mola mola

 

ozeanischer Mondfisch (Mola mola) Nahaufnahme

ozeanischer Mondfisch wird von mehreren Wimpelfischen gereinigt - Mola mola

ozeanischer Mondfisch wird von mehreren Wimpelfischen gereinigt - Mola mola

ozeanischer Mondfisch wird von mehreren Wimpelfischen gereinigt - Mola mola

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